[Jahresrückblick] All the Books of 2019


Was mir im Laufe der Zeit immer klarer wird ist, wie wenig man die Lesejahre miteinander vergleichen kann. Wieviel ich lese hängt von so vielen Umständen ab, die sich in Statistiken überhaupt nicht widerspiegeln lassen. Trotzdem bereitet es mir die größte Freude, am Ende des Jahres alles Revue passieren zu lassen – gerade im letzten Jahr habe ich, was mich sehr überrascht, relativ viel gelesen, was ich so gar nicht erwartet hatte, da so viele Dinge anstanden und irgendwie immer irgendetwas war. Als erstes möchte ich unbedingt über meine absoluten Highlights in diesem Jahr sprechen. Spoiler: Es sind echt ganz schön viele und sie sind fast alle von Frauen geschrieben worden.

Einige meiner Lobeshymnen sind bereits durch diesen Blogpost bekannt, aber doppelt hält bekanntlich besser. Ich werde mich an dieser Stelle dann eventuell etwas wiederholen und hoffe, dass das nicht so schlimm ist/dass es niemandem auffällt.

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Meine 5 liebsten Bücher

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Wie schwer mir das am Ende immer fällt, zu sagen, welche Bücher ich am liebsten mochte. So viele Seiten, Geschichten, die man gelesen hat, über die man nachgedacht hat, die man nicht mehr vergessen kann, die etwas in einem bewirkt haben. Oder aber die Bücher, die einen geärgert haben, über die man sich aufgeregt hat oder bei denen man permanent das Gähnen unterdrücken musste – wobei diese bitte immer in der Minderheit bleiben mögen. Aus all den gelesenen Büchern dann wirklich genau die auszuwählen, die das Beste repräsentieren, was man in diesem Jahr gelesen hat, puh, das ist immer wieder die größte Herausforderung. Trotzdem habe ich mich wie jedes Jahr daran versucht und meine fünf liebsten Bücher aus 2019 zusammengesucht.

Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens, weil mich Kyas Geschichte unglaublich berührt hat und ich das Buch gar nicht beiseite legen konnte. „Summer“ von Monica Sabolo, weil diese Familiengeschichte genau die Lücke gefüllt hat, die Celeste Ngs Bücher bei mir hinterlassen haben. „Eileen“ von Ottessa Moshfegh, weil Eileen so unsympathisch und verstörend und gerade deswegen so interessant war. „Conversations with Friends“ von Sally Rooney, weil dieses Buch ganz anders war, als das, was ich dieses Jahr sonst gelesen habe und ich unbedingt mehr davon will. „Alles, was ich weiß über die Liebe“ von Dolly Alderton, weil ich mich trotz größter Unterschiedlichkeiten soo so gut mit Dolly Alderton identifizieren konnte und sie so viel zu erzählen hat.

Noch mehr gute Bücher

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Gerade im vergangenen Jahr hatte ich das Gefühl, unverschämt viel Glück gehabt zu haben mit der Wahl meiner Bücher, weil einfach so viele großartige Geschichten dabei waren. Daher nehmt ihr es mir sicher nicht übel, wenn ich es nicht bei den fünf oben genannten Büchern belasse, sondern noch über einen weiteren Stapel an Büchern spreche, die mich alle auf unterschiedliche Art und Weise zu begeistern vermochten.

„Der Ursprung der Welt“ von Liv Strömquist, weil ich auf unterhaltsamste Weise unfassbar viel gelernt habe. „Schöner als überall“ von Kristin Höller, weil das einer der Romane ist, der absolut die Tonalität und Zahn unserer Zeit trifft. „Cat Person“ von Kristen Roupenian, weil es herrlich verstörend und faszinierend war. „Crazy Rich Asians“ von Kevin Kwan, weil es die perfekte Mixtur aus Drama, Intrigen und Liebesgeschichte war, verfeinert durch singapureschen Luxus und Reichtum. „Kurt“ von Sarah Kuttner, weil keine so leicht über schwere Themen schreibt wie sie. „Starkes weiches Herz“ von Madeleine Alizadeh, weil ich sie, ihre Denke und ihr Tun vollauf bewundere. „Frau im Dunkeln“ von Elena Ferrante, weil es um Familie, Frausein, Mutterschaft geht und Ferrante so raffiniert erzählen kann. „Freiraum“ von Svenja Gräfen, weil Svenja Gräfen spannende, zeitgemäße Themen aufgreift und diese wunderbar poetisch und klug verpackt. „Stadt der großen Träume“ von Fredrik Backman, weil es mich so dermaßen erschüttert, bewegt und berührt hat. „Eleanor Oliphant is completely fine“ von Gail Honeyman, weil hier witzig und charmant eine traurige und tiefgründige Geschichte erzählt wird.

Und die Flops des Jahres

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Bei so vielen gelesenen Büchern ist irgendwo klar, dass nicht alle in der oberen Liga mitspielen können. Diese hier gehören zu meinen Enttäuschungen (inkl. „There There“ von Tommy Orange, das ich bereits weitergegeben habe) – nicht, weil sie alle durchgängig schlecht gewesen wären, sondern vielmehr, weil ich zu hohe Erwartungen hatte und das Buch diesen nicht gerecht werden konnte. „The Giver of the Stars“ von Jojo Moyes war mir zu kitschig und klischeebeladen. „Die Angehörigen“ von Katherine Dion war mir zu bedeutungslos und dröge. „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ von Joel Dicker war spannend geschrieben aber enttäuschend in der Auflösung. „Die Schlange von Essex“ hatte einen so vielversprechenden Klappentext und nahm einfach nicht an Fahrt auf. „Licht und Zorn“ von Lauren Groff thematisierte das für mich langweiligste Ehepaar aller Zeiten. „Schuldig“ von Kanae Minato war einfach bis auf die letzte Seite eine gigantisch monströse Enttäuschung.

Zu guter Letzt…

…möchte ich mich unbedingt noch bei euch allen bedanken, denn auch wenn ich hier nicht regelmäßig blogge, gibt es dennoch immer wieder Menschen, die vorbeischauen, die mir auf Instagram oder Twitter folgen, meine Beiträge mögen und mit denen ich viele interessante Gespräche führen durfte. Das möchte ich 2020 gerne wieder intensivieren und naja, auch hier soll gerne wieder mehr los sein. Und dann schwebt in meinem Hinterkopf ja immer noch die Idee mit dem Podcast herum…

Wie auch immer – ich hoffe, ihr hattet alle einen fantastischen Start in das neue Jahr! Morgen gibt es einen Beitrag über meine Lesevorsätze für dieses Jahr – bis dahin würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Tops und Flops aus 2019 noch verraten würdet. Auf ein neues fantastisches Lesejahr!

 

 

 

Ein Kommentar zu „[Jahresrückblick] All the Books of 2019

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